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DIE, IN DER ICH MIR EINEN BOURBON VON DER TAGESKLINIK HAB AUSGEBEN LASSEN

Alkoholkonsum während des Klinikaufenthalts in einer psychiatrischen Einrichtung ist verboten und zieht eine sofortige Entlassung nach sich..

Freitag ist fast schon Wochenende. Als wir Morgens zusammen in der Runde saßen und erzählten wie die Woche für uns war und was wir uns zum Wochenende vorgenommen haben, kam von mir nur ein gelangweiltes „saufen“.

„Herr Fidelibus, Sie wissen sicher, dass Sie mit Alkohol im Blut am Montag nicht antreten brauchen“, zischte meine noch recht junge und gut aussehende Psychiaterin mit einem selbstgefälligen Grinsen zu mir rüber.
„Natürlich“, entgegnete ich, „allerdings wäre ich nicht abgeneigt, mich stattdessen von ihnen einladen zu lassen, so unter privater Aufsicht?“ grinste ich zu ihr rüber. „Natürlich nicht Herr Fidelibus“, sagte sie und versuchte dabei ihr rot werden durch ein geschauspielertes Lachen zu übergehen, „wir gehen später nach der Lauftherapie beim Pferdeclubhaus vorbei – da gebe ich Ihnen vielleicht eine Cola aus.“

Für die Frau Psychologin war es ein Scherz, für mich eine Herausforderung.

„Ich wette, das schaffst du nie“

Während unseres Spazierganges im Bruch (ein altes Moor, teilweise mit Äcker und halbfertigen Straßen bestückt), unterhielt ich mich mit einem Mitpatienten den ich schon länger kannte. Er sprach mich auf den Morgen an und wollte wissen, ob das mein Ernst war und was soll ich sagen, natürlich war das mein Ernst. Ist doch nichts dabei? Er lachte auch nur und meinte, ich schaff das niemals das ausgerechnet die Psychologin mir etwas zu trinken ausgibt, worauf ich erwiderte, dass das gar nicht so schwer sei, später gehen wir doch eh alle im Clubhaus vorbei und der Rest ist dann nur Formsache.

Gesagt, getan. Die Gruppe ließ sich nieder und mit der Ansprache: „jeder kann, wenn er will, sich etwas zu trinken bestellen, aber wie immer gilt, kein Alkohol!“ haben die meisten angefangen ihre Bestellung abzugeben. Ich hatte mich etwas abseits dazugesellt und bestellte mir natürlich einen Bourbon 0,2l und chillte meine Basis. Damit waren wir dann auch ins Wochenende entlassen und konnten direkt heim fahren. Bevor sich die Gruppe gänzlich auflöste, erwähnte ich kurz vor Heim gehen, dass ich ja zur Gruppe gehöre, dass dies bei der Rechnungsstellung bitte berücksichtigt würde.

Mein Kumpel hat sich vor Lachen nicht mehr ein bekommen und ich konnte mir das Grinsen nicht verkneifen. Imagine, die Rechnung wird dann der Leitung vorgelegt – wie sich da unsere Frau Psychologin wohl herausreden würde?

Der kommende Montag, die morgendliche Begrüßung und das im Nachhinein damit verbundene Antanzen bei der Psychologin ist dann wieder eine andere, weniger lustige Geschichte – nur so viel: Ich bekam Anschiss, wurde aber nicht gekickt, weil ich Sie davon überzeugen konnte, dass dies lediglich eine Herausforderung war. Cheers!

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